Bundesamt für Naturschutz

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Steckbrief IFOAM

Internationale Vereinigung der ökologischen Landbaubewegungen
International Federation of Organic Argriculture Movements (IFOAM), gegründet 1972


Mitglieder:

IFOAM vereint als Dachverband 750 Mitgliedsorganisationen aus 116 Ländern.


Ziele:

Das Ziel der IFOAM ist die Einführung ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltiger Systeme, die auf den Prinzipien der ökologischen Landwirtschaft basieren. Dazu gehört die Einführung eines harmonisierten, internationalen Systems zur Qualitätsgarantie für biologische Produkte (IFOAM Akkreditierungsprogramm). Eine weitere Aufgabe des Dachverbandes ist die internationale Koordination der Interessengruppen. So möchte IFOAM eine globale Plattform für alle vertretenden Interessengruppen entwickeln, die neben Konferenzen, Messen, Seminaren und Publikationen den Austausch von Wissen und Erfahrungen zwischen den Mitgliedern fördern soll. IFOAM vertritt die biologische Landwirtschaft in Institutionen und Organisationen. Sie hat z.B. Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und der  FAO.


Arbeitsweise:

IFOAM ist demokratisch organisiert. Während der IFOAM Generalversammlungen wird das World Board (Vorstand) für drei Jahre gewählt. Das World Board wiederum ernennt die Mitglieder für offizielle Komitees und Arbeits- sowie Aktionsgruppen.

Die Komitees, Arbeits- und Aktionsgruppen sind mit sehr spezifischen Aufgaben und Schwerpunkten versehen. Innerhalb dieser Komitees engagieren sich z.B. Bauern und Bäuerinnen, Verbraucher und Verbraucherinnen, die Lebensmittelindustrie und der Handel. Die Entscheidungen, die ein Komitee gefällt hat, sind für die IFOAM bindend. Die Mitglieder des Dachverbandes organisieren sich zusätzlich in regionalen Gruppen.

Folgende Strukturen haben sich etabliert:

  • das "Norms Management Committee", das Mitglieder des "Standards Committee" und des "Accreditation Criteria Committee" mit einbindet,
  • das "Development Forum", das die Entwicklung des ökologischen Landbaus in Entwicklungsländern fördert und unterstützt,
  • das "Program Stategy Committee" des "IFOAM Growing Organic" Programms,
  • das "Africa Organic Service Center" und die FAO Verbindungsstelle,
  • verschiedene Arbeits- und temporäre Aktionsgruppen,
  • die IFOAM Regionalgruppen und
  • das "Government Relations Committee", das weltweit mit Regierungen zusammenarbeitet um die Umsetzung der IFOAM Ziele voranzutreiben.

Zusätzlich haben die Mitgliedsorganisationen weitere Institutionen und Initiativen ins Leben gerufen.

Ein Beispiel für die Aktivitäten der IFOAM ist die Einführung eines Standards für ökologische Landwirtschaft und eines Rahmenwerks für Öko-Zertifizierung, das richtungweisend für z.B. die EG-Öko-Verordnung war.


Kontakt:

IFOAM Head Office
Charles-de-Gaulle-Str. 5
53113 Bonn, Deutschland
Tel.: +49 228 926 5010
Fax: +49 228 926 5099

E-Mail:  headoffice@ifoam.org


Aktivitäten des BfN:

Zur verstärkten Integration von Naturschutzaspekten in den ökologischen Landbau hat das BfN in den letzten Jahren mit IFOAM zusammengearbeitet. Der Schwerpunkt der Arbeiten lag auf der Entwicklung von Biodiversitätsstandards für den Ökolandbau. Dazu wurden gemeinsame Tagungen durchgeführt, Veröffentlichungen herausgegeben sowie in der IFOAM - IUCN - Arbeitsgruppe "Biodiversity in Organic Agriculture" mitgearbeitet. Zum Schutz des Ökolandbaus vor gentechnisch veränderten Organismen wurde von IFOAM bei der letzten IUCN Generalversammlung eine entsprechende Motion eingebracht, die vom BfN unterstützt wurde.

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