Bundesamt für Naturschutz

Hauptbereichsmenü



Steckbrief UNESCO

Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation
United Nations Educational, Cultural and Scientific Organisation ( UNESCO ), gegründet 1946


Mitglieder:

195 Mitgliedstaaten und acht assoziierte Mitglieder; Deutschland Mitglied seit 1951


Ziele (im Bereich Natur- und Umweltschutz):

Forschungsförderung zu Fragen der Mensch-Umwelt-Beziehungen; Bewahrung des globalen Natur- und Kulturerbes (z.B. Weltnatur-, Weltkulturerbe; Mensch & Biosphäre-Programm); Erziehung und Sensibilisierung im Umweltbereich (UN Dekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung).


Arbeitsweise:

Die UNESCO ist eine rechtlich eigenständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Hauptentscheidungsgremium der UNESCO ist die Generalkonferenz aller Mitgliedsstaaten. Sie tritt alle zwei Jahre in Paris zusammen und entscheidet über die grundsätzlichen Richtlinien sowie über Programm und Haushalt der Organisation. Ihre Aufgabe ist auch die Wahl des Exekutivrates, der sich aus 58 Vertretern der Mitgliedstaaten zusammensetzt. Er ist das Aufsichtsorgan zwischen den Generalkonferenzen, bereitet diese vor und überwacht die Durchführung des von der Generalkonferenz verabschiedeten Arbeitsprogramms.

Dem Sekretariat obliegt die praktische Umsetzung des UNESCO -Programms.

Die UNESCO ist vor allem ein Forum zur globalen intellektuellen Zusammenarbeit. Sie ist keine Entwicklungshilfeorganisation oder Agentur zur Projektförderung. Sie baut weltweit Modellprojekte auf, bringt Wissenschaftler und Experten zusammen und berät die Regierungen in Fragen der Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation.

Die Formulierung konkreter Programme und Projekte der UNESCO erfolgt in Zwei-Jahres-Programmen, die auf der Generalkonferenz aller Mitgliedstaaten und der assoziierten Mitglieder beschlossen werden.

Wichtige Arbeitsbereiche der UNESCO im Bereich Umwelt und Naturschutz sind das Programm  Der Mensch und die Biosphäre (MAB), das  Welterbeübereinkommen, die UN-Dekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung und das  Internationale Hydrologische Programm.

In Deutschland werden die Programme der UNESCO im Auftrag des Auswärtigen Amtes durch die  Deutsche UNESCO -Kommission (DUK) umgesetzt.


Kontakt:

UNESCO
7, place de Fontenoy
75352 Paris 07 SP, Frankreich
Tel: +33 145 68 1000
Fax: +33 145 67 1690

E-Mail:  bpi@unesco.org


Aktivitäten des BfN:

Welterbe: Stellungnahmen zu Vorhaben der Bundesländer, neue Welterbegebiete auszuweisen; Betreuung von Forschungsvorhaben zur Identifizierung potentieller Welterbegebiete, Teilnahme an Sitzungen des Welterbekomitees,  Begleitung deutscher Weltnaturerbe-Nominierungen.

MAB: Im BfN ist die Geschäftsstelle des deutschen  MAB-Nationalkomitees angesiedelt. Zudem fördert das BfN in bi- und multilateralen Projekten die Entwicklung von Biosphärenreservaten in  Partnerländern.

Bildung für nachhaltige Entwicklung: Die Jury des Nationalkomitees für die UN-Dekade 2005-2014 "Bildung für nachhaltige Entwicklung" hat das Jugend-Multimediaprojekt  "Naturdetektive" des Bundesamtes für Naturschutz als offizielles "Dekade-Projekt" ausgezeichnet. Ebenfalls ausgezeichnet wurde das  Forschungsvorhaben "Bildung für nachhaltige Entwicklung - Positionierung des Naturschutzes" mit den Themenschwerpunkten Lebenslanges Lernen, Globales Lernen und Außerschulische Lernorte.